Die Bandgeschichte der Beatsteaks - wie alles begann und wie es weiter ging.
Bernd: "1986 hat es mit drei Leuten angefangen und im Laufe der Zeit kamen welche dazu, es gingen welche weg und dann blieb es auch alles eine ganze Weile lang so wie es war; das war auch das erste mal, das wir so richtig Songs gemacht haben. Der allererste Auftritt war 1991 in einem Kindergarten, aber nicht vor Kindern, sondern, wir haben den Laden gemietet und dann vor Kumpels gespielt. Ich glaube wenn man sich das heute ansieht, es gibt ein Video davon, dann muß man sagen: das war so richtig schlecht. Den Namen gibt es auch schon seit ´86, da weiß aber auch keiner mehr wie der so entstanden ist. Der Name ist dann einfach irgendwann geblieben, da sah sich keiner zu veranlaßt den zu verändern."
Peter: "Angefangen hat es irgendwann mal mit Steffi. Dann sind nach und nach alle dazu gekommen. Aber wir sind nie raus gegangen. Das war am Anfang nur so ein Hobby, im Keller ein bisschen Krach machen. Als ich zur Band kam waren die anderen, außer Arnim schon dabei. Ich war gerade mit der Armee fertig und ein Kumpel hat mir erzählt, dass die Musik machten. Ich bin dann mal hin und wir haben uns sofort gut verstanden. Das hatte Spaß gemacht, einfach im Keller ein bisschen Alarm machen und fetzten. Irgendwann haben wir uns den 48/49 Proberaum ausgebaut und kurz danach haben wir dann Arnim über einen Arbeitkollegen von mir kennen gelernt, das war ziemlich genau ´94. Der wollte auch einfach nur Krach machen. Dann haben wir irgendwann bestimmt, dass er singen muss, weil von uns niemand wollte"
Bernd: "Er hat dann gesagt, dass wenn er jetzt singen muss, dann will er auch Auftreten."
Sommer 1995: Die Beatsteaks veröffentlichen ihre erste Demo (Beatsteaks - Die Erste) und verkaufen es über 1000 mal.
Peter: "Wir haben dann, wie das wahrscheinlich jede Band macht, erst mal vor Freunden gespielt. Auf Alis Polterabend und auf einem Abi-Ball. Wir haben es schön im Rahmen gehalten, wo wir wussten, da kommen auch Leute. Das war mehr so ein Kumpel-Ding. Da waren eben Freunde von uns die nicht unbedingt wegen der Musik gekommen sind. Dann hat sich das verselbstständigt. Das hat uns natürlich auch Spaß gemacht. Der Proberaum wurde zur Nebensache. Wir haben gemerkt, dass Live spielen eigentlich das ist worauf es ankommt."
20. November 1995: Laut Buchführung der Beatsteaks, der 10. Gig, direkt im Vorprogramm der "SEX PISTOLS" entern die Beatsteaks die Bühne der Arena in Berlin.
Arnim: "Der Gig verlief super, abgesehen davon, dass uns gleich am Anfang, so ein Superpunk den Stinkefinger gezeigt hat und wir den ganzen Auftritt aus Angst mit dem Rücken zum Publikum gespielt haben."Abgefeiert hat man sie trotzdem.
Januar/Februar 1997: Die Beatsteaks nehmen in 11 Tagen ihr Debütalbum "48/49" mit Produzent Sebastian Fell für das Berliner Label XNO Records auf. Dank Songs wie "Unminded", "48/49", "Barfrau" oder "Me against the world" sorgt es deutschlandweit für Furore. Die Beatsteaks touren das Jahr über mit ihrem "aufgemotzten Penisrock", durch die Weltstädte Brilon, Sarstedt, Fulda, Stuttgart und Leipzig. Zum Abschluss spielen sie ihre Record Release Party vor knapp 600 Besuchern in der weißen Rose zu Berlin. Im Anschluss touren die Jungs zunächst mit LAGWAGON, supporten FAITH NO MORE und die BLOODHOUND GANG.
Arnim: "Danch waren wir knapp 4 Wochen mit THUMB auf Tour und dann ist Steffi ausgestiegen. Das war der erste Rückschlag, der erste wirklich traurige Punkt in unserer Karriere."
Peter: " Steffi wollte seine Freizeit lieber anderweitig verbringen, seine Interesse an der Musik war nicht mehr so intensiv und da abzusehen war, das die Arbeit eher zu- als abnehmen wird, hat er vorher lieber aufgehört.
Arnim: "Wir wollten unbedingt weitermachen, wir wußten nur nicht wie und standen ein bisschen vor dem Nichts."> Als Ersatz kam dann Thomas Götz von CHURCH OF CONFIDENCE, der für die Monster of Hauptstadt Tour (mit MAD SIN und TERRORGRUPPE) hinter dem Schlagzeug saß.
Arnim: "Thomas sollte zunächst nur für die "Monsters Tour" aushelfen, das war die Vereinbarung. Aber wir haben recht schnell gemerkt, das wir auch auf persönlicher Ebene klarkamen und Thomas ein klasse Typ ist."
Peter: " Keiner hat sich so richtig getraut ihn zu fragen, ob ER nicht das feste Mitglied werden will, bis wir ihm dann einen "Heiratsantrag" gemacht haben, und er ja gesagt hat."
Dezember 1998: Das zweite Album "LAUNCHED" wird für EPITAPH aufgenommen und erscheint im Mai ´99. Die Beatsteaks sind die Erste deutsche Band auf dem renomierten Punkrocklabel.
Peter: "Geil, Geil, Geil denn auf EPITAPH sind ALL, DESCENDENTS, NOFX,...."
Das von Uwe Sabirowski produzierte Album, das in den Berliner "ELEKTROAUTOMATISCH STUDIOS" aufgenommen wurde, geht direkter und geradliniger nach vorne als noch "48/49" und ist dennoch sehr eindeutig Beatsteaks.
1999: LAUNCHED schwemmt die Beatsteaks ins große Punkrock.Moshpit und so spielen sie 1999 die Vans-Warped-Tour mit PENNYWISE und den TOTEN HOSEN, sowie die Deconstruction.Tour mit NOFX.Ebenso wird mit den DONOTS aus Ibbenbühren die "Ladies first - James Last"-Tour durch sämtliche Clubs Deutschlands gespielt.
2000: Auch 2000 gibt es keine Pause für die Beatsteaks. LAUNCHED wird in den Staaten veröffentlicht. Aber im April folgt ein weiterer Schicksalsschlag; Bassist Ali verlässt die Band. Torsten Scholz löst Ali am Bass ab.
Torsten:" Ich habe früher in einer kleinen Band Gitarre gespielt, die übliche Drei-Akkorde-Nummer, und bin den Beratsteaks auf Tour hinterhergereist, weil ich die klasse fand. Irgendwann haben die gesagt: "Probier es doch mal mit dem Bass!" Das funktionierte dann auch ganz gut - nur mein erstes Konzert fand dann gleich vor 13.000 Leuten in der Bremer Stadthalle statt, vor den Hosen"
Man spielt also im Jahr 2000 Touren als Vorband der TOTEN HOSEN und der Ärzte. Überall auf der Welt finden sich Europaletten die sich als Bühne mißbrauchen lassen. Im Dezember beginnen die Beatsteaks dann mit den Aufnahmen für ihr drittes Album im Dachgeschoss des Kölner "MINIROCK-STUDIOS" und holten sich hierzu wiederum Uwe Sabirowski ins Boot.
Peter: "Wir hatten ziemlich hohe Ansprüche an uns selbst. Und nachdem ein paar Dinge im Studio nicht so locker liefen, wie wir uns das ausgemalt hatten, artete das Ganze in Arbeit aus."
So fuhren die Beatsteaks nach zehn Wochen Köln wieder Richtung Heimat Berlin warfen Frust und Ärger über Bord und arbeiten nach ihrer Rückkehr konzentriert und mit einer "us against the world"-Attitüde an den neuen Songs.
2001: Uns so hatten sie dann im Frühsommer 2001 neue Killerstücke auf Lager, die sogleich bei der Tour als Support der ÄRZTE live ausprobiert wurden. Nach der Tour wird dann die neue Scheibe "LIVING TARGETS" in Berlin, diesmal mit Billy Gould, dem Ex-Bassisten von FAITH NO MORE als Produzent aufgenommen. LIVING TARGETS erscheint dann am 28. Januar 2002 mit Knallersongs wie "Let me in", "Summer", "Disconected" dem ruhigeren "Scoothe me" aber auch dem Kick Ass Opener "Not ready to rock". Zu diesem Album werden auch 2 Videos (Summer und Let me in) gedreht, für das sich bei "Summer" Peter Thorwarth(Bang Boom Bang) als Regiseur verantwortlich zeigt. Beide Videos besitzen Kultstatus bei den Fans.
2002: Im Januar gehts zunächst als support für BAD RELIGION auf Tour, bevor dann im Februar die große Deutschlandtourne folgt.. Diese muss aber leider am 3. Tag abgebrochen werden, da Arnim mit einer Kapselenzündung im Knie zu kämpfen hat.
Peter: "Arnim ist schon angeschlagen zur Tour gefahren. Probleme mit dem Knie, hatte er ja schon immer. Wir wollten die Tour aber nicht absagen, weil wir schon lange geprobt hatten und außerdem heiß darauf waren zu spielen. Endlich eine eigene Tour...Das Knie wurde dann aber immer schlimmer, hätten wir auch nicht gedacht, das wir die Tour abbrechen müssen. Der Arzt meinte zu Arnim, "Ich weiß zwar was du willst, aber es geht nicht, du mußt ´ne Auszeit nehmen."
Nach 2 Wochen Bettruhe gings dann mit einem fitten Arnim, der sogar mit Saltos in die Masse beigeistern konnte weiter. Nach diversen Sommerfestivals (Rock am Ring, Rock im Park, Immergut, Sounds of Nature) spielen die Beatsteaks dann ihr legendären Wohnzimmerkonzert in der restlos ausverkauften Columbiahalle in Berlin ihr Wohnzimmerkonzert. Mit auf der Bühne die Donots, Farin und Rod von den Ärzten, Demba von Seeed und die Bläser von den Butlers.
Als Bonus zum Konzert gibt es für jeden Konzertbesucher, die von Moses Schneider produzierte Wohnzimmer-EP, mit sieben Coversongs wie z. B. "I fought the law", " Hey Du", sowie "Just like Heaven" und "True fine Lover".
2003: Auch im Jahre 2003 geht der Beatsteaksbus wieder auf Reise. Unter anderem stehen London, Manchester, Salzburg, Wien, Graz, Marl Brighton und Braunschweig auf der Halteliste.
Im Oktober 2003 begeben sich die Beatsteaks mit Produzent Moses Schneider auf Studiotour durch Berlin. Es wird live gespielt und aufgenommen, zweienhalb Wochen lang. Abschluss ist eine Livesession im Berliner Knaak-Club vor Freunden.
Aus 3786 Songideen werden 12 für gut befunden und von Peter Schmidt im Maschinenraum/Berlin gemischt. Endlich hat das Kind auch einen Namen "SmackSmash".
Am 01.03.2004 erscheint dann das vierte Album der Beatsteaks, in Deutschland wir die Platte jetzt von WEA betreut, im Rest der Welt weiterhin von EPITAPH.
Das Album schlägt ein wie eine Bombe, auch die Beatsteaks sind zufrieden.
Arnim: " Ich bin damit sehr zufrieden, ich war glaube ich noch nie mit einem Album so zufrieden, wie jetzt gerade. Weil wir so klingen, wie wor klingen. Es lag auch an der Art und Weise, wie wir es aufgenommen haben, und wir haben diesmal anders geschrieben. Es ist vollkommen anders entstanden, es waren weniger nur ich und Peter, die geschrieben haben, sondern die Ganze Band Thomas, Bernd, Torsten, Peter und ich, alle haben mitgeschrieben, auch an den Texten. Es ist ein richtiges Bandalbum - und das ist geil:"
2004 ist das Jahr der Beatsteaks und der ausverkauften Hallen. Aber die Tour bleibt auch nicht ohne Verluste. So mussten auf dem ersten Teil der Tour einige Konzerte abgesagt werden, da Arnim eine Stimmbandentzündung hatte. Diese wurden aber nachgeholt, und so waren alle glücklich Beatsteaks und Fans.
Das die Platte und die Band bei den Fans auch ankam, bewieß dass "SmackSmash" eine goldene Schallplatte erhielt, wofür man in Deutschland 250.000 verkaufte Platten benötigt.
Außerdem gewannen die Beatsteaks bei den MTV European Musik Awards, den Preis als Bester German Act, welcher wiederum von den Fans gewählt wurde.
2005: Die Beatsteaks spielen in Groningen beim Eurosonic-Festival, gehen auf Osteuropatour und spielen schließlich im Februar, ein schon jetzt legendäres Benefizkonzert für Unicef, bei dem sie als ihre eigene Vorgruppe auftreten und MISFITS-Coversongs spielen. Die restlos ausverkaufte Columbiahalle bebt und kocht an diesem Abend über.
Im Moment basteln die Jungs an einer DVD, die dann wenn alles gut geht im Spätsommer bzw im Herbst erscheinen soll.
LADIES AND GENTLEMAN START YOUR ENGINES -- OTHER BANDS PLAY BEATSTEAKS